Seit einigen Jahren fahren wir an Allerheiligen nach Solofra. Es ist wirklich schön wieder einmal hier zu sein und die Verwandten zu treffen. Es wird uns aber auch immer wieder klar, dass wir diese schöne Region Italiens eigentlich gar nicht so gut kennen. Deshalb machen wir prinzipiell einen oder zwei Ausflüge.

Dieses mal ging es in die Alta-Irpinia, genauer gesagt nach Taurasi, wo unter anderem feiner Aglianico, Greco di Tufo und Fiano angebaut wird. Es ist eine kleine Toskana hier, die nur wenige Leute kennen. Die Landschaft ist grosszügig und das Land fruchtbar, perfekt um einen ruhigen Samstag zu verbringen.
Eigentlich wollten wir uns für eine Weindegustation bei der Cantina Antonio Caggiano einschreiben, aber der Agriturismo ist Samstags so begehrt, dass sie nur noch Degustations-Menu anbieten. Zum Glück wurde an diesem Tag gerade noch ein Tisch für zwei Personen frei, wo doch die Warteliste mehrere Monate lang ist.
Um 12.45 Uhr sind wir aber zuerst noch durch den Weinkeller geführt worden. Es ist eine Mischung aus alten Gewölben, Museum und Produktionsstätte. Der Besuch dauerte 45 Minuten und war es wirklich wert. Der Führer hat uns vieles erklärt und interessant beschrieben.
Vor dem Mittagessen, konnten wir fünf Minuten den Terrassen-Ausblick geniessen. Der Agriturismo ist sehr schön gelegen und wäre für eine Feier (Hochzeit?) ganz gut geeignet. ‚Leider‘ sind wir aber schon verheiratet 😉
Antonio Caggiano, ein älterer Mann mit vielen Begabungen, war auch dabei. Wir haben herausgefunden, dass dieser Mann nich nur Wein anbaut, sondern auch guten Geschmack hat und selber Künstler und Maler ist. Bevor wir zum Restaurant durchgedrungen sind, durften wir noch kurz seine Ausstellung und seine Boutique bewundern.
Dann ging’s los mit dem drei-stündigen Essen. Zu jedem Gang wurde der passende Wein serviert: Zum Antipasto ein Fiano, zum ersten Primo ein Greco di Tufo, zum zweiten Primo ein junger Aglianico, und zum Secondo ein feiner, Eichenfass-gelagerter, fünf-jähriger Aglianico.
Abgeschlossen wurde das Festmahl mit Früchten, ein Duo di Dolci, dem Caffè … und natürlich einem hausgebrannten Grappa. Hmmmm. Was für ein wunderschöner Tag, abgeschlossen mit die Rückfahrt durch die kleinen Nebenstrassen der wunderschönen Irpinia.